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Erste Woche an der Uni

Am 7. September ging es dann auch mit der Uni los. Die Kurse hatten wir ja schon in der Woche vorher gewählt. Meinen Plan konnte ich dann gleich wieder über den Haufen werfen, als sich dann heraus stellte, dass der Chinesischkurs parallel zu einem Financekurs lag. Von dem Financekurs konnte ich mich aber schnell und schmerzlos wieder von trennen Den Chinesischkurs hatten wir dann für den Tag leider schon verpasst... Abends hatte ich noch einen Kurs, der mir nach einigem Rumdiskutieren jetzt doch in Köln als Hauptfach angerechnet wird. Der erste Tag verlief so ganz gut. Ich habe bis auf einen Kurs alle an der School of Business. Einen Kurs habe ich an der School of International Trade and Economics. Unterricht haben wir immer in zwei Räumen. Die sind recht klein. Ich schätze mal, da passen so 60 bis 70 Leute rein. Man sitzt auf blauen Sesseln, die so aussehen, wie Kinostühle. In jedem Raum gibt es zwei Klimaanlagen. Also sitzt man irgendwie immer in der Zugluft. Deshalb habe ich gleich nach dem ersten Tag beschlossen, immer einen Pulli mit zu den Kursen zu nehmen.

Der nächste Unitag verlief auch ganz ruhig. Wir sind hier in einem Masterprogramm und haben meistens mit den gleichen Leuten Uni. Die sind alle wirklich sehr nett und aus allen möglichen Ländern. In diesem Jahr sind auch das erste Mal neun Chinesen mit im Programm. Ansonsten scheint dieses Jahr das Jahr der Deutschen zu sein. Es sind viele Deutsche dabei. Außerdem Studenten aus Frankreich, Thailand, Indonesien, Südkorea, Amerika, Usbekistan, Iran und Vietnam. Also eine sehr bunte Mischung. Nach der Uni haben wir uns mit ein paar Leuten getroffen und sind zusammen zum Fitnesstudio hier um die Ecke gegangen. Da wollten wir uns anmelden. Allerdings mussten wir ziemlich lange mit den Betreibern rumdiskutieren. Wir zahlen jetzt etwa 70 Euro für drei Monate. Das ist zwar teuer für China, aber im Gegensatz zu den Preisen zu Hause doch günstig. 

Am nächsten Tag war eigentlich nichts besonders. Allerdings haben Netti und ich dann zu Hause erfahren, dass wir durch Außenwirtschaft durchgefallen sind. Und das, obwohl zumindest Netti ein gutes Gefühl nach der Klausur hatte... Tja, wir wissens auch nicht. Am Donnerstag sind wir nach der Uni in eine Mall gefahren. Aber das war keine normale Mall, sondern eine mit nachgemachten Sachen. Und da gab es wirklich alles. Im Keller gab es Taschen, Schuhe und Gürtel und so was. Und zwar von allen Firmen. Ich habe mir eine schöne rosa Tasche von "Dolce and Gabbana" gekauft. Auf drei Etagen gab es alles an Klamotten von allen Firmen. Und ganz oben gab es eine Abteilung mit nachgemachter Elektronik und Schmuck. Man wird auf diesem Markt die ganze Zeit angesprochen und belabert. Der Trick ist es, wie überall hier, die Sachen runter zu handeln. Wenn die Verkäufer den Preis, den man zahlen möchte, nicht annehmen, dann geht man einfach weg. In den meisten Fällen brüllen sie einem dann hinterher und bieten einem die Ware zu genau den Preis an, den man haben wollte. Nach dem Einkaufen waren wir bei McDonalds und danach sind Netti und Andy zum Friseur gegangen. Für einen kompletten Haarschnitt hat Andy 5 Euro bezahlt und Netti für Ponyschneiden, Föhnen und Legen nur 4 Euro. Ich habe mit unterdessen die Nägel für 2 Euro inklusive Lack machen lassen. Das war schön

Freitags haben Netti und ich keine Uni. Deswegen haben wir zu Hause auf Andy gewartet und sind dann mit ihm und Nadine, sie studiert an der FH in Köln, zu Verbotenen Stadt gefahren. In der Stadt waren wir zuerst noch was essen, mal wieder bei McDreck. Leider waren wir wieder einmal zu spät an der Verbotenen Stadt. Wir hätten zwar noch rein gehen können, aber dann hätten wir innen drin zu wenig Zeit gehabt. Das wäre Verschwendung gewesen, denn für dieses große Areal braucht man mindestens vier Stunden und dann hat man die Basics gesehen... Also sind wir in einen Park direkt an der Verbotenen Stadt gegangen. Dort sind wir rumgelaufen und haben uns in einen Pavillion gesetzt. Dort haben wir zwei Iren getroffen und mit ihnen lange gequatscht. Am Abend hat Andy sich mit einem Kumpel in der Stadt getroffen. Netti und ich sind mit Nadine zum Sushiladen an der Uni gegangen. Das war mein erstes Sushi überhaupt und es hat mir sehr gut gescmeckt! Die hatten auch sehr leckeres vegetarisches Sushi. Dazu haben wir Pflaumenwein getrunken. Der ist uns ganz schön in die Birne gewandert Das Restaurant hat dann zu gemacht und wir sind noch zu Nadine aufs Zimmer im Studentenwohnheim. Nachher sind Netti und ich nach Hause gegangen, wobei Netti mehr gehinkt ist, denn sie hatte sich in ihren neuen Schuhen aus der Mall gleich mal Blasen gelaufen...

Am Samstag haben wir in den Büchern für die Uni gelesen. Am frühen Nachmittag habe ich dann zu Hause angerufen, um meinem Papi zu gratulieren Danach sind wir zum Fitnesstudio gegangen und haben uns endlich angemeldet. Danach waren wir noch einkaufen und bei der Post. Andy und Netti erwarteten beide ein Paket von zu Hause und wir hatten tatsächlich eine Benachrichtigung von der Post an der Tür. Das Abholen des Pakets stellte sich dann aber als kompliziert heraus, so wie eigentlich alles hier... Die Poststelle hatte das Päckchen nicht, die Dame am Schalter konnte uns aber mit ihrem gebrochenen Englisch auch nicht sagen, was wir nun zu tun hätten. Schließlich hat sie irgendwo angerufen und uns angewiesen einen Moment zu warten. Dann kam auch tatsächlich ein Fritze auf einem Fahrrad und hat uns das Paket gegeben. Es wat für Andy. Netti musste also noch ein bisschen warten auf ihr Paket. Zumindest wissen wir jetzt aber, dass unsere Adresse stimmt. Danach waren wir noch im Ito Yakado einkaufen. Abends sind wir zu den Mädels im Wohnheim zum Vorglühen gegangen. Danach sind wir ins Vics gefahren. Leider waren wir dann nicht mehr so viele, wie am Anfang, weil einige in eine Bar gehen wollten. Das Vics ist hier einer der größten Läden. Die Location ist echt cool, mit zwei Floors, mehreren Lounges und einer Bar in der Mitte des Raumes. Allerdings waren die Getränke dort recht teuer. Und es war fürchterlich laut. Außerdem haben die DJs hier die Angewohnheit 1000 Lieder ineinander zu mischen und es darf bloß keins ausgespielt werden. Das kann unter Umständen recht stressig für den Zuhörer sein. Schön war der Abend aber trotzdem. Allerdings habe ich zum Schluss für den Andy eine Cola bestellt und aufgurnd von Kommunikationsschwierigkeiten Cola mit Umdrehung bekommen. Und das hat Andy irgendwie nicht vertragen. Jedenfalls wars im danach nicht so gut. Das könnte aber daran liegen, dass die Chinesen anderen Alkohol benutzen als wir zu Hause.

Aber am nächsten Morgen ging es ihm zum Glück wieder besser. Wir haben geputzt und sind um 18.00h ins Fitnesstudio zum Body Balance gegangen. Das ist eine Mischung aus TaiChi, Yoga und Pilates. Andy hat es aber nicht lange ausgehalten und ist dann lieber aufs Laufband gegangen. Netti und mir hat es aber gut gefallen, auch wenn wir die Anweisungen der Trainerin nicht verstehen konnten Abends haben wir dann Pizza beim Kro´s Nest bestellt. Die waren super lecker und rieeeeeeeeeeeeeeeesen groß. Hilda war auch zum Abendessen da. Nach dem Essen habe ich eine Geburtstagstelefonkonferenz mit der Family gemacht. Das war wirklich schön. Ich hatte irgendwie den ganzen Sonntag schon ein bisschen Heimweh und das wurde dann besser nach dem Telefonat.

Ja, meine Lieben, das war es soweit von der ersten Uniwoche. Ich hoffe, ihr hattet Spaß beim Lesen.

Fotos gibt es dann bald auch auf der altbekannten Seite (   http://cid-500f8ef4b53f32a9.profile.live.com/ )

2 Kommentare 22.9.09 13:21, kommentieren

Rückmeldung aus Beijing

Meine Lieben, endlich melde ich mich zurück. Keine Sorge, ich bin nicht vreschollen. Ich bin leider in den letzten drei Wochen einfach nicht dazu gekommen, den Blog fortzuführen. Dafür jetzt aber umso ausführlicher. Also  macht es euch bequem und genießt In der letzten Woche vor Unistart waren wir herrlich faul: Montags (31. August) waren wir früh in der Uni, um uns an der anderen Fakultät zu registrieren. Eigentlich hat die Uni Köln einen Austausch mit der School of Business. Wir dürfen aber auch Kurse an der SITE (School of international Trade and Economics) wählen. An der Uni haben die uns dann aber abgewimmelt. Wir sollten später nochmal wieder kommen. Zwei deutsche Mädels, Maggie und Verena, hatten das selbe Problem. Also sind wir in unser Lieblingscafé einen lecker Eiskaffee trinken gegangen. Später sind wir dann wieder zur Uni und haben uns angemeldet und Kurse ausgesucht. Der restliche Tag ist dann so dahingeplätschert. Und auch der nächste ist ruhig verlaufen. Wir haben lange geschlafen und dann waren Netti und ich einkaufen. Am 2. September haben wir auch ausgeschlafen und sind dann ein bisschen spazieren gegangen. Wir haben uns ein Spa hier um die Ecke angeschaut. Aber leider haben die da wieder kein bisschen Englisch verstanden und so sind wir wieder gegangen. Stattdessen sind wir zum Carrefour gefahren. Abends waren wir dann in der Blu Bar, um in Andys Geburtstag reinzufeiern. Das ist eine Bar in Sanlitun. Das ist eine der In-Gegenden hier. Auf der Straße ist eine Bar neben der anderen. Die Blu Bar hat zwei Etagen. Auf der einen ist eine Lounge und eine Tanzfläche. Oben ist eine chillige Dachterrasse. Wir haben leckere Mojitos und Caipis getrunken. Später kamen noch zwei Freunde von Andy dazu. Der eine ist Amerikaner und der andere Deutscher. Er hatte noch einen chinesischen Freund dabei. Der Abend war wirklich sehr schön. Die drei anderen haben uns viele Tipps gegeben, was wir alles in der Stadt machen können, wo man gut feiern kann und wo es günstige Massagen und so gibt. Um Mitternacht haben Netti und ich für Andy einen Drink bestellt. Der hieß "Flying Lamborgini" und der Kellner hat irgendwie mehrere Gläser übereinander gestellt und den Alkohol angezündet. Das sah sehr cool aus. Der Drink hat allerdings wie Hustensaft geschmeckt. Andy war danach auch ein bisschen angebrütet An Andys Geburtstag haben wir dann auch ausgeschlafen und mussten dann kruzfristig zu einem Treffen mit den anderen Exchange Students. Unser Koordinator Guo Jie hatte das einberufen. Wirklich neue Infos haben wir aber keine bekommen... Hätte mich auch sehr gewundert... Danach ging der Tag dann entspannt weiter. Wir sind zum Worker Stadium gefahren und sind dort in ein Spa gegangen. Andy hat jedem von uns eine einstündige, chinesische Massage kredenzt. Ach, das war herrlich. Diese chinesischen Massagen bestehen hauptsächlich aus klopfen und  Akkupressur. Das war wirklich sehr angenehm. Wir drei haben in einem Raum gelegen. Wir mussten so weiße Kittel anziehen, wie in der Klapse. Die Kittel behält man dann auch die ganze Zeit an. Der Chinese, der mich massiert hat, hat dann mit seinen drei Brocken Englisch, die er kannte, versucht eine Unterhaltung zu führen. Hat nicht so ganz geklappt. Aber er hat nicht locker gelassen. Es hätte jedenfalls nur noch gefehlt, dass er nach meiner Nummer fragt Nach der Massage sind wir dann in ein Nagelstudio gegangen und haben uns eine Maniküre gegönnt. Zum krönenden Abschluss hat Andy uns dann zum Italiener eingeladen. Das war ganz schön lecker... Zu Hause haben wir dann Keinohrhasen geguckt und lecker Weinchen getrunken. Alles in allem also ein super entspannter Tag.

Am Freitag (4. September) waren wir morgens bei der Orientierung der Business School. Wir haben uns für unsere Kurse registriert und eine Tour über den Campus gemacht. Mittags waren wir beim "BigPizza" essen. Dazu hatte die Fakultät eingeladen. Naja, leckere Pizza ist anders... Aber der Rest vom Büffet war in Ordnung... Den Rest des Tages haben wir, na was wohl, gegammelt. Abends sind wir mit Nicolas aus Frankreich, seinem Mitbewohner Marcus, ein australischer Chinese oder chinesischer Australier, und Christoph, aus Hamburg nach Hou Hai gefahren. Das ist ein Bardirstikt an einem See. Wunderschön, sage ich da nur!!! Wir haben auf einer Dachterrasse gesessen und leckere Cocktails geschlürft. Die drei anderen gehen auch bei uns zur Uni. Nicolas und Chris sind auch in dem selben Programm wie wir und in unserer MBA-Klasse. Marcus ist in Australien und Neuseeland aufgewachsen. Jetzt ist er in China, um zu studieren. Ein Teil seiner Familie woohnt auch hier, aber nicht in Beijing. Er ist jedenfalls sehr nett. Wir haben dann noch eine Runde um den See gedreht. Das war sehr schön. Die Stimmung da ist echt super. Aus vielen Bars tönt Livemusik und überall sind bunte Lichter und viele Menschen.

Am Samstag haben wir dann mal wieder ausgeschlafen. Mittags wollten wir dann mit den Jungs vom Vorabend die Underground City erkunden. Das ist ein Areal von etwa 85 km2 unter der Stadt. Erbaut wurde das Ding in den 60er während des Konflikts mit der Sowjet Union. Dort unten soll es alles geben, auch Kinos, Märkte und so weiter. Damit wollten die Chinesen die Bevölkerung bei Atomangriffen evakuieren. Allerdings wissen nur die wenigsten, dass diese Stadt überhaupt existiert und im Ernstfall wären auch nur die wirklich wichtigen Leute dorthin gebracht worden. Wir hatten große Schwierigkeiten den Eingang zu finden. Nach einer halben Ewigkeit haben wir ihn dann gefunden: Mitten in einer kleinen, heruntergekommenen Straße. Doch leider war die Underground CIty geschlossen. Und es stand nicht dran, ob und wann das Ganze wieder geöffnet wird. Tja, der Plan war damit wohl futsch. Wir sind dann stattdessen zum Platz des Himmlischen Friedens gelaufen. Von da aus ging es dann weiter an der Verbotenen Stadt vorbei. Marcus hat uns auf einen chinesischen Markt geführt, der hinter einen Einkaufsstraße liegt. Da gab es viele eklige Dinge, wie zum Beispiel Skorpione am Spieß. Das schlimmste aber war, dass die sich noch bewegten. Außerdem gab es noch so allerlei Getier, wie Kakerlaken, Seesterne und Seepferdchen. Nach der widerlichen Fressmeile gab es aber auch noch einen Teil, wo allerhand Souvenirs verkauft wurden. Nach dem Marktbummel sind wir wieder nach Hause gefahren und haben uns was gekocht, vielmehr Netti hat gekocht. Sie bekocht uns immer seit wir hier sind. Macht immer leckeres Essen, unsere Mutti Am Samstagabend sind wir dann in einen Club gefahren. Eigentlich wollten wir ins Mix oder ins Vics. Das sin mit die bekanntesten Clubs hier in Beijing. Aber die waren dummerweise geschlossen.... Also sind wir ins Propaganda gefahren. Das ist ein recht kleiner Club mit einem Bar- und Loungebereich oben und einer Tanzfläche im Keller. Uns hat es aber wirklich gut gefallen. Nur leider war es auf der Tanzfläche zu voll. Dewegen sind wir einfach oben geblieben und haben dort getanzt. Die Cocktails waren sehr lecker und auch nicht wirklich teuer. Der Abend hat sher viel Spaß gemacht und wir sind erst spät nach Hause gefahren. Dementsprechend ko waren wir dann auch am näächsten Morgen. Deshalb haben wir den ganzen Tag bloß gegammelt. Zwischendurch haben wir noch ein bisschen die Wohnung geputzt, aber ansonsten nur gechillt. Muss ja auch mal sein

Die nächste Woche schreibe ich in einen neuen Eintrag. Ansonsten werden die Texte ein bisschen lang. Ich hoffe, es hat euch soweit gefallen.

Küsschen, 

Eure Nessa

P.S.: Fotos wie immer unter:

http://cid-500f8ef4b53f32a9.profile.live.com/

1 Kommentar 19.9.09 08:37, kommentieren

Die erste Woche in der eigenen Wohnung

Am letzten Montag (24. August) war es dann endlich soweit: Der Umzug in die neue Wohnung. Für mich ja auch eine Premiere: Meine erste eigene Wohnung! Und das beste: Ich habe zwei tolle, sehr liebe Mitbewohner.

Um sechs Uhr sind wir aufgestanden und haben als erstes noch mehr Geld von der Bank abgehoben. Dann sind wir mit dem Großraumtaxi, dass uns schon vom Flughafen zum Hostel gefahren hat, zur Wohnung gefahren. Hilda kam auch noch dazu, um zwischen dem Vermieter und uns zu vermitteln. Der Makler hat dann die Verträge ausgefüllt. Das hätte er eigentlich mal vorher machen können, dann wäre das alles mal schneller gegangen. Auch der Vermieter war etwas genervt. Nach dem Vertragsschluss sind wir los gefahren. Zuerst mussten wir zur Polizei. Da muss man sich registrieren, mit Adresse und allem. Dann haben wir unsere Stromkarte aufgeladen, die steckt man hier in einen Kasten auf dem Flur. Irgendwie hat das alles sehr lange gedauert. Gefrühstückt hatten wir auch noch nicht... Ich war fix und fertig, aber die Wohnung noch nicht... Zurück in unserem neuen Domizil, haben wir uns nur kurz frisch gemacht und sind dann zum Ikea gefahren. Da haben wir dann erstmal was gegessen. Und dann haben wir eingekauft: Wir haben Geschirr und Töpfe gekauft, Bettwäsche, Decken und Kopfkissen und so allerlei anderen Kram. Voll bepackt ging es dann wieder nach Hause. Dann haben wir noch ein paar Lebensmittel und Putzzeug eingekauft. In der Wohnung haben wir uns dann eingerichtet und geputzt. Um 1 Uhr waren wir dann auch mal fertig... Ich war so alle, dass mir schon übel war vor lauter Stress. Nach einigen Folgen "Sex and The City" und einer ordentlichen Mütze Schlaf, ging es am nächsten Morgen aber schon besser.

Am Dienstag (25. August) haben wir ausgeschlafen. Das hat gut getan. Dann sind wir wieder in die Uni und wollten uns registrieren. Aber auch diesmal klappte es nicht. Die wollten von uns eine Versicherungsbescheingung sehen, auf der steht, bis zu welchem Betrag wir versichtert sind. Das scheint hier so üblich zu sein. Die haben halt dann nicht verstanden, dass wir über unsere Auslandsversicherungen zu 100 Prozent abgesichert sind. Den Wisch von unseren Versicherungen hatten wir natürlich auch nicht dabei und es war schon zu spät, um zur Wohnung zurück zu gehen und die Sachen zu holen. Also sind wir statt dessen in einen großen Supermarkt gefahren und haben eingekauft. Für etwa 50 Euro haben wir Essen und Trinken für die ganze Woche besorgt. Danach sind wir zu Hilda in die Wohnung gefahren. Sie hatte angerufen, dass es ihr überhaupt nicht gut ginge. Sie hatte totale Magenschmerzen. Wir haben wir Essen gemacht und ihr Medizin gegeben. Da habe ich mir ja schon gedacht, dass es nicht der Magen sein kann. Ich als alter Magenspezialist weiß das emotion Wir haben dann auch noch ein paar Möbel für sie gerückt.

Am Mittwoch (26. August) haben wir uns dann direkt morgens an der Uni registriert. Diesmal klappte alles, selbst das mit der Versicherung. Danach sind Netti und ich die Gaskarte aufladen gefahren. Andy wollte Hilda besuchen und mit ihr zum Arzt gehen, denn es ging ihr immer noch schlecht. Netti und ich sind dann zum Ikea gefahren und haben uns so Matrazenschoner gekauft. Wir haben hier nämlich Foutonbetten. Es fühlt sich an, als würde man auf einem Holzbrett liegen. Eigentlich ist hart liegen ja gut für den Rücken, aber eben auch gewöhnungsbedürftig. Wenn man hier auf der Seite schläft, so wie ich ja eigentlich immer schlafe, hat man morgens den ein oder anderen blauen Fleck... Naja, man gewöhnt sich dran. Inzwischen hatte uns Hilda angerufen. Sie war im Krankenhaus, weil die Schmerzen nicht mehr weggingen. Wie schon vermutet, war es der Blinddarm. Sie musste operiert werden... Erst später haben wir erfahren, was für eine Tortur sie über sich ergehen lassen musste. Zuerst war sie bei einer Notaufnahme. Die haben Untersuchungen durchgeführt und sie nach einigen Stunden an ein Krankenhaus überwiesen, damit sie da operiert werden konnte. Im Krankenhaus haben sie ihr dann Morphium gegen die Schmerzen gegeben. Sie wurde aber immer noch nicht operiert, weil die Ärzte sich wegen der Versicherung nicht einig waren. Hier wird man also auch erst behandelt, wenn man zahlt... Schließlich ist ihr Blinddarm dann durchgebrochen und sie wurde endlich operiert. Nachher stellte sich heraus, dass sie Wasser in den Lungen hatte und die Operation sehr kompliziert war... Wie unmenschlich es ist, jemanden mit solchen Schmerzen sitzen zu lassen und sich erst über das blöde Geld zu streiten. So ein Bilnddarmdurchbruch ist sehr gefährlich und es hätte schwer nach hinten los gehen könnnen.

 Aber davon haben wir erst später erfahren. Am Donnerstag (27. August) haben wir unsere erste Sightseeing-Tour unternommen. Nach einer elendig-langen Busfahrt quer durch die Stadt, kamen wir schließlich am Sommerpalast an. So jedenfalls der Plan. Als erstes haben wir uns mal wieder verlaufen. Die "netten" Chinesen konnten uns auch nicht helfen und haben nur lachend abgewunken, als wir nach unserem Zielort gefragt haben. Da kann man dann auch schonmal auf Deutsch rumfluchen. Macht aber nichts, die verstehen ja noch nicht mal Englisch. Schließlich haben wir den Sommerpalast aber doch noch gefunden. emotion Das ist eigentlich gar kein Palast, sondern ein riesiger Garten an einem See mit über 3000 Hallen, Gängen, Brücken und so weiter. Das war China, so wie ich es mir schon immer vorgestelllt habe. Sehr traditionell. Fotos davon sehr ihr hier: http://cid-500f8ef4b53f32a9.profile.live.com/

Aber nicht nur der Summerpalace, sondern auch Andy, Netti und ich waren eine wahre Attraktion. Während die beiden vor der Toilette auf mich gewartet haben, wurden sie von Chinesen fotografiert. Aber die haben nicht vorher gefragt, sondern einfach die Kamera vor die Gesichert der beiden gehalten und abgedrückt. Auf dem Weg durch den Park ist uns das noch ein paar mal passiert. Manche tun dann so, als würden sie etwas anderes aufnehmen und drehen dann blitzschnell die Kamera um. Ein Chinese hat von seiner Frau ein paar auf die Finger bekommen, als er uns fotografierte und wir ihm klar machten, dass wir das nicht wollen. Doch das war noch nicht alles: Als wir eine Pause gemacht haben, bleibt plötzlich ein Junge vor uns stehen und guckt uns einfach ein. Dabei hat er sein Eis gegessen... Wir haben ihn dann gefragt, ob wir ihm helfen könnten und dann ist er schnell weiter gegangen. Das beste waren dann drei Chinesen, die uns angeguckt haben und sich immer wieder nach uns umdrehten. Der Eine hat auch ein Eis gegessen. Nett wie er halt so ist, hat Andy ihm zugewunken, woraufhin der Chinese sein Eis fallen gelassen hat. Das war so witzig, dass wir laut lachen mussten... emotion Die Schlitzis sind schnell weiter gegangen! Der restliche Tag im Sommerpalast war dann noch sehr schön. Abends haben wir lecker gekocht und danach Twilight geguckt. Ach, war das schön... Wie immer... emotion

Am Freitag (28. August) kam nochmal der Vermieter vorbei, denn wir haben hier ein Problem mit der einen  Dusche. Da kann man nur kochend heiß duschen. Naja, im Winter vielleicht.... Danach sind wir an die Uni zu unserem Koordinator, der uns ein bisschen was erklärt hat. Anschließend sind wir zu Hilda ins Krankenhaus gefahren. Unten am Eingang wurde unsere Temperatur gemessen. Das Krankenhaus, das Beijing Family Hospital, war sehr sauber und sah eher wie ein Hotel aus. Hilda hat ein Einzelzimmer und auf der Station liegen nicht viele Patienten. Die Ärzte und Schwestern sprechen alle Englisch. Es scheint ein Privatkrankenhaus zu sein. Jetzt habe ich auch nicht mehr so viel Angst, falls ich mal krank werde. Aber davon gehe ich jetzt mal nicht aus... Hilda hat uns dann ihre Geschichte erzählt. Sie überlegt jetzt, ob sie das Krankenhaus nicht verklagen soll. Denn wäre sie direkt behandelt worden, dann wäre der Blinddarm wahrscheinlich nicht durchgebrochen. Naja, mal sehen, wie sich das so entwickelt. Sie hatte immer noch Atemprobleme und musste in der Nacht sogar mit Sauerstoffmaske schlafen. Die Arme!

Am Samstag (29. August) haben wir lange geschlafen und sind nochmal ins Krankenhaus gefahren. Diesmal ist auch Ning mitgekommen. Hilda ging es auch schon besser als am Vortag. Wir sind mit ihr ein bisschen die Flure auf und ab gegangen. Nach zwei Stunden sind wir dann wieder nach Hause gefahren. Krankenhäuser sind ja nicht wirklich meine Lieblingsorte und irgendwie haben wir uns alle blöd gefühlt danach. Abends wurden wir dafür aber entschädigt. Wir sind mit Ning in die "Partyworld" gegangen. Das Ding sieht aus wie ein Hotel, ist aber ein Karaokeschuppen. Und zwar richtig stylisches Karaoke. Und zwar hat jede Gruppe ihren eigenen Raum mit einem Fernseher. Dort kann man Lieder singen, sogar Englische. Und das auch richtig, nicht so billig wie Singstar. Zwischendurch haben wir am Buffet gegessen. Uns hat das wirklich Spaß gemacht. Nur die beiden Chinesen haben das wirklich sehr ernst genommen und die ganze Zeit getragene Musik gesungen... Naja, die müssen sich mal was locker machen... Der Abend war trotzdem sehr schön.

Den Sonntag (30. August) haben wir dann in einer Shoppingmall verbracht. Da gibt es fast die gleichen Shops, wie bei uns auch. Und auch die Preise sind ähnlich. Ich habe mir meine Chucks gekauft. Die waren günstiger als bei uns. Und die sind toll! Ich stellt bald ein Foto online. Netti hat leider keine Schuhe gefunden. Ihre Füße sind zu klein emotion haha, findet keine Schuhe im Land der Zwerge... Andy wiederum hat voll zugeschlagen und neue Laufschuhe und Chucks gekauft. Am Abend waren wir dann völlig fertig und haben uns was zu Essen gemacht und Sex and the City geguckt. Gegen elf haben wir dann alle mit zu Hause telefoniert. Es ist immer schön, mit euch zu sprechen und von euch zu hören.

Das war es jetzt auch soweit zu unserer ersten Woche in der Wohnung. Alles weitere dann später. Drück euch, Nessa emotion

2 Kommentare 31.8.09 13:16, kommentieren

Die ersten Tage und unsere Wohnungssuche

Am Freitag (21. August) haben wir erstmal lange geschlafen... Jetlag und so... ihr versteht schon. Im Hostel selber war es sehr gemütlich. Wie unsere eigene kleine Oase. Das Hostel hat einen süßen Innenhof mit Lampions, der abgeschirmt ist vom Rest der Stadt. Doch sobald wir auf die Straße gegangen sind, hat uns der Kulturschock wieder eingeholt. Für die Chinesen sind wir voll die Attraktion. Jedenfalls werden wir immer total angestarrt...

 Wir sind dann erstmal zur Uni gefahren und haben uns auf dem Campus etwas umgesehen. Registrieren konnten wir uns allerdings noch nicht. Das ging erst in der letzten Woche. An der Uni wollten wir dann auch eine chinesische Handykarte kaufen. Ja, einfacher als gedacht: Die SIM-Karten gibt es hier am Zeitungskiosk. Auf einer Papptafel stehen die freien Telefonnummern und dahinter die Preise. Je "glückbringender" die Nummer, desto teurer. Für die Chinesen ist die vier eine Unglückszahl, denn das chinesische Wort für "vier" bedeutet gleichzeitig auch "Tod". Die acht ist eine Glückszahl. Da wir aber nicht abergläubisch sind, haben wir Nummern mit vielen vieren genommen. Der Typ an dem Kiosk konnte allerdings kein Englisch und hat eh nicht verstanden, was wir wollten. Also haben wir zwei Leute auf dem Campus angesprochen, die für uns übersetzt haben. Mit unseren neuen Karten in der Tasche sind wir dann essen gegangen, und zwar beim Subway. Das ist allerdings nicht zu lecker, wie zu Hause. Am Abend haben wir uns mit Hilda getroffen. Sie ist eine Freundin von Andy aus Norwegen, die er bei seinem Auslandssemester in Schweden kennen gelernt hat. Sie kann Chinesisch und macht hier bald ein Praktikum an der norwegischen Botschaft. Mit ihr waren wir zum ersten Mal Chinesisch Essen. Das war wirklich lecker, auch wenn wir uns vorher viele Gedanken gemacht haben. Das Restaurant selber sah auch ganz ok aus. Allerdings rotzen die Chinesen nicht nur auf der Straße auf den Boden, sondern auch im Restaurant. Und es darf hier überall geraucht werden und die Kippen landen auch im Laden auf dem Boden... Naja... Sehr eigenartig. Trotzdem hatten wir einen netten Abend. Das Abendessen für vier Personen inklusive Getränke hat insgesamt etwa 8 Euro gekostet emotion

Zurück im Hostel haben wir uns gleich schlafen gelegt, denn am nächsten Morgen mussten wir früh raus. Am Samstag (22. August) haben wir uns um 10 Uhr mit Ning getroffen. Das ist auch eine Freundin von Andy, die hier in Beijing wohnt. Sie hatte für uns einen Termin mit einem Makler gemacht. Ja und dann nahm der Schrecken seinen Lauf... Die Wohnungen hier in der Gegend sind alle in sehr hohen Häusern und liegen in so genannten Communities. Vorne gibt es ein Tor mit Wachmann. Die erste Wohnung lag in einem Haus, dass auch von außen schon sehr schäbbig aussah. Und drinnen wurde es noch schlimmer: Die Mieter waren noch in der Wohnung und sollten die nächsten Tage ausziehen. Aber das war ein Chaos in deren Bude... Organisierter Umzug ist definitiv anders.. Und schmutzig war es noch dazu. Der Boden in der Küche hatte schon lange kein Wasser mehr gesehen. Anscheinend werden hier Essensreste einfach liegen gelassen, wenn denn mal was runter fällt. Und auch die Zimmer haben uns nicht gefallen. Zwei Zimmer waren ganz ok. Aber das dritte war grün gestrichen mit einem Loch in der Wand. Wir hatten keine Ahnung, wie wir das gerecht aufteilen sollten. DIe Krönung war ein riesen Loch in der Duschtasse... Keine Ahnung wie man das hinbekommt. Also auf zur nächsten Wohnung. Aber die war noch schlimmer. Auch hier ein einziges Chaos. Das war keine Wohnung, sondern eher eine Müllhalde. In einem Zimmer lag lediglich eine üsselige Matraze auf dem Boden. Das dritte Zimmer war eher ein Büro und viel zu klein, als dass da noch ein Bett reingepasst hätte... So langsam verließ uns dann auch der Mut... Die dritte Wohnung gefiel uns schon besser. Groß, vier Zimmer und sauberer als die anderen. Das Problem: Die Vermieterin wollte uns nicht, da wir nur für vier Monate bleiben. Enttäuschung machte sich langsam breit und am liebsten hätten wir sofort auf der Hacke kehrt gemacht... Auch das Wohnheim kam langsam zur Sprache. Dann hat der Makler einen weiteren Termin gemacht. Schon als wir unten in den Hausflur kamen, wussten wir, dass wir hier wohnen wollen. Die Wohnung ist neu. Vor uns hat hier noch keiner gewohnt. Auch die Möbel sind komplett neu. Wir haben uns auf Anhieb wohl gefühlt. Andys Freundin Ning hat mit dem Vermieter diskutiert und schließlich konnten wir uns einigen. Überglücklich und müde sind wir dann zum Hostel zurück.

Am Sonntag (23. August) haben wir lange geschlafen und sind erst gegen 16 Uhr "frühstücken" gegangen... Dann haben wir Geld von der Bank abgehoben, denn wir mussten die Miete für die gesamte Zeit plus eine Monatsmiete Kaution im Voraus zahlen. Das war gar nicht so einfach, denn man kann hier nur bis zu 250 Euro auf einmal abheben. Schnell war dann das Limit der Bank erreicht. Mit den Taschen voller Geld sind wir ins Hostel zurück. Ihr könnt  euch ja vorstellen, wie viele Scheine wir hatten, wenn der größte existierende Schein den Wert von 10 Euro hat und jeder über 1.000 Euro abheben musste... Im Hostel haben wir dann gepackt. An diesem Abend ging es Netti überhaupt nicht gut. Sie hatte sich mit irgendwas den Magen verdorben und Mao´s Rache hat sie heimgesucht. Nach einer Nacht Schlaf ging es ihr aber glücklicherweise schon besser.

Fotos von unserer Wohnung und viele weitere findet ihr unter der folgenden Adresse: http://cid-500f8ef4b53f32a9.profile.live.com/

1 Kommentar 31.8.09 11:59, kommentieren

Abschied und Ankunft

Nach vielen Vorbereitungen war es am Mittwoch (19. August) endlich soweit: Unser Chinaabenteuer hat begonnen! Um 20:15h (deutsche Zeit) sind wir in den Flieger gestiegen. Nach einer ziemlich schlaflosen Nacht und einem tränenreichen Vormittag hat Ingo mich zum Frankfurter Flughafen gefahren. Da habe ich Andy und Netti getroffen. Endlich war ich mit meinen Ängsten nicht mehr alleine. Gemeinsam haben wir es angepackt, uns von unseren Freunden verabschiedet und den langen Weg auf uns genommen. Nach etlichen Sicherheitskontrollen saßen wir schließlich im Flieger - allein unter Chinesen! Der Flug war dann ganz in Ordnung... Haben die meiste Zeit geschlafen - das hat nach einem leckeren Jasmintee wunderbar funktioniert.

Nach neun Stunden Flug haben wir dann endlich die andere Seite der Welt erreicht. Der Flughafen in Peking ist huge und sehr sauber. Da mussten wir durch Temperaturmesser durchlaufen - jeder mit Fieber wurde herausgefischt... Zum Glück sind wir ja gesund! Visakontrolle und Gepäckabholung hat alles gut geklappt. Draußen haben wir uns ein Taxi genommen: Da der erste Schock. Ein Taxifahrer kommt auf uns zu, murmelt irgendwas auf chinesisch und haut mit Nettis Koffer ab. Netti ist sofort hinterher gerannt und hat ihm den Koffer abgenommen. Der Schlitzi war total sauer und hat uns eine Karte vor die Nase gehalten, die zeigen sollte, dass er ein offizielles Taxi fährt. Naja, sowas kann ich mir auch am PC ausdrucken. Wir sind dann aber eingestiegen, denn er war der einzige mit einem großen Taxi. Der Weg in die Stadt war sehr abenteuerlich. Die Chinesen fahren wie sie wollen... Hier wird sich nicht angeschnallt, Blinker kennen die Chinesen auch nicht und rote Ampel sind auch nicht von Interesse... Wenn man die Spur wechseln möchte, wird einfach wie wild die Hupe betätigt! Sehr ungewöhnlich, aber es scheint ja zu funktionieren. 

Schließlich sind wir dann ohne weiteren Schaden am Hostel "Qianmen" in der Innenstadt angekommen. Und dann hat uns der Kulturschock wie eine Welle überrollt. Schon der Weg vom Taxi zum Eingang des Hostels war sehr abenteuerlich: Überall Menschen, dreckige Straßen, laute Musik, tausend verschiedene Gerüche und heiße Luft (das ist allerdings nicht anders als bei uns)... Das Hostel selber ist wie eine kleine Oase: Hier sind sehr viele westliche Gestalten und die Menschen verstehen zumindest etwas Englisch. Das Zimmer ist ein Dreibettzimmer mit Bad... Naja, Bad kann man es nicht nennen: Es ist abgetrennt mit einer milchigen Glaswand mit einer Dusche und einer Toilette dahinter. Wirklich diskret ist das also nicht, aber so lernt man sich dann gleich besser kennen :P 

Haben dann erstma das Gepäck im Zimmer verstaut und etwas relaxt. Sind dann losgezogen, um etwas zu essen. Da wir uns nach den langen Reise kein Chinafood zumuten wollten, haben wir einen Pizza Hut angesteuert. Das hat allerdings geschlagene drei Stunden gedauert... Für die Chinesen sind das keine weiten Entfernungen, wir haben dann gelernt, dass die Entfernungen tatsächlich weiter sind als auf unserer Karte. Irgendwann saßen wir dann aber im Pizza Hut und haben gegessen. Schmeckt wie zu Hause Als wir dann wieder draußen waren war es stockduster. Um 19:00Uhr geht hier die Sonne auf einen Schlag unter. Wir haben uns auf den Heimweg gemacht. Eigentlich wollten wir mit dem Taxi fahren, aber die Taxifahrer wollten uns alle nicht mitnehmen. Wahrscheinlich war der Weg zu kurz, oder die haben uns einfach nicht verstanden... Die einzige Alternative: Augen zu und laufen... Auf der Straße wird man hier überall angestarrt... Als wir schon Angst hatten auf selbiger schlafen zu müssen, haben wir endlich den Weg zum Hostel gefunden und sind ins Bett gefallen...

Nach diesen vielen Eindrücken und dem Jetlag war Schlaf auch bitter nötig.

Bald gibt es mehr von unseren ersten Tagen! emotion

1 Kommentar 22.8.09 18:45, kommentieren