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Die ersten Tage und unsere Wohnungssuche

Am Freitag (21. August) haben wir erstmal lange geschlafen... Jetlag und so... ihr versteht schon. Im Hostel selber war es sehr gemütlich. Wie unsere eigene kleine Oase. Das Hostel hat einen süßen Innenhof mit Lampions, der abgeschirmt ist vom Rest der Stadt. Doch sobald wir auf die Straße gegangen sind, hat uns der Kulturschock wieder eingeholt. Für die Chinesen sind wir voll die Attraktion. Jedenfalls werden wir immer total angestarrt...

 Wir sind dann erstmal zur Uni gefahren und haben uns auf dem Campus etwas umgesehen. Registrieren konnten wir uns allerdings noch nicht. Das ging erst in der letzten Woche. An der Uni wollten wir dann auch eine chinesische Handykarte kaufen. Ja, einfacher als gedacht: Die SIM-Karten gibt es hier am Zeitungskiosk. Auf einer Papptafel stehen die freien Telefonnummern und dahinter die Preise. Je "glückbringender" die Nummer, desto teurer. Für die Chinesen ist die vier eine Unglückszahl, denn das chinesische Wort für "vier" bedeutet gleichzeitig auch "Tod". Die acht ist eine Glückszahl. Da wir aber nicht abergläubisch sind, haben wir Nummern mit vielen vieren genommen. Der Typ an dem Kiosk konnte allerdings kein Englisch und hat eh nicht verstanden, was wir wollten. Also haben wir zwei Leute auf dem Campus angesprochen, die für uns übersetzt haben. Mit unseren neuen Karten in der Tasche sind wir dann essen gegangen, und zwar beim Subway. Das ist allerdings nicht zu lecker, wie zu Hause. Am Abend haben wir uns mit Hilda getroffen. Sie ist eine Freundin von Andy aus Norwegen, die er bei seinem Auslandssemester in Schweden kennen gelernt hat. Sie kann Chinesisch und macht hier bald ein Praktikum an der norwegischen Botschaft. Mit ihr waren wir zum ersten Mal Chinesisch Essen. Das war wirklich lecker, auch wenn wir uns vorher viele Gedanken gemacht haben. Das Restaurant selber sah auch ganz ok aus. Allerdings rotzen die Chinesen nicht nur auf der Straße auf den Boden, sondern auch im Restaurant. Und es darf hier überall geraucht werden und die Kippen landen auch im Laden auf dem Boden... Naja... Sehr eigenartig. Trotzdem hatten wir einen netten Abend. Das Abendessen für vier Personen inklusive Getränke hat insgesamt etwa 8 Euro gekostet emotion

Zurück im Hostel haben wir uns gleich schlafen gelegt, denn am nächsten Morgen mussten wir früh raus. Am Samstag (22. August) haben wir uns um 10 Uhr mit Ning getroffen. Das ist auch eine Freundin von Andy, die hier in Beijing wohnt. Sie hatte für uns einen Termin mit einem Makler gemacht. Ja und dann nahm der Schrecken seinen Lauf... Die Wohnungen hier in der Gegend sind alle in sehr hohen Häusern und liegen in so genannten Communities. Vorne gibt es ein Tor mit Wachmann. Die erste Wohnung lag in einem Haus, dass auch von außen schon sehr schäbbig aussah. Und drinnen wurde es noch schlimmer: Die Mieter waren noch in der Wohnung und sollten die nächsten Tage ausziehen. Aber das war ein Chaos in deren Bude... Organisierter Umzug ist definitiv anders.. Und schmutzig war es noch dazu. Der Boden in der Küche hatte schon lange kein Wasser mehr gesehen. Anscheinend werden hier Essensreste einfach liegen gelassen, wenn denn mal was runter fällt. Und auch die Zimmer haben uns nicht gefallen. Zwei Zimmer waren ganz ok. Aber das dritte war grün gestrichen mit einem Loch in der Wand. Wir hatten keine Ahnung, wie wir das gerecht aufteilen sollten. DIe Krönung war ein riesen Loch in der Duschtasse... Keine Ahnung wie man das hinbekommt. Also auf zur nächsten Wohnung. Aber die war noch schlimmer. Auch hier ein einziges Chaos. Das war keine Wohnung, sondern eher eine Müllhalde. In einem Zimmer lag lediglich eine üsselige Matraze auf dem Boden. Das dritte Zimmer war eher ein Büro und viel zu klein, als dass da noch ein Bett reingepasst hätte... So langsam verließ uns dann auch der Mut... Die dritte Wohnung gefiel uns schon besser. Groß, vier Zimmer und sauberer als die anderen. Das Problem: Die Vermieterin wollte uns nicht, da wir nur für vier Monate bleiben. Enttäuschung machte sich langsam breit und am liebsten hätten wir sofort auf der Hacke kehrt gemacht... Auch das Wohnheim kam langsam zur Sprache. Dann hat der Makler einen weiteren Termin gemacht. Schon als wir unten in den Hausflur kamen, wussten wir, dass wir hier wohnen wollen. Die Wohnung ist neu. Vor uns hat hier noch keiner gewohnt. Auch die Möbel sind komplett neu. Wir haben uns auf Anhieb wohl gefühlt. Andys Freundin Ning hat mit dem Vermieter diskutiert und schließlich konnten wir uns einigen. Überglücklich und müde sind wir dann zum Hostel zurück.

Am Sonntag (23. August) haben wir lange geschlafen und sind erst gegen 16 Uhr "frühstücken" gegangen... Dann haben wir Geld von der Bank abgehoben, denn wir mussten die Miete für die gesamte Zeit plus eine Monatsmiete Kaution im Voraus zahlen. Das war gar nicht so einfach, denn man kann hier nur bis zu 250 Euro auf einmal abheben. Schnell war dann das Limit der Bank erreicht. Mit den Taschen voller Geld sind wir ins Hostel zurück. Ihr könnt  euch ja vorstellen, wie viele Scheine wir hatten, wenn der größte existierende Schein den Wert von 10 Euro hat und jeder über 1.000 Euro abheben musste... Im Hostel haben wir dann gepackt. An diesem Abend ging es Netti überhaupt nicht gut. Sie hatte sich mit irgendwas den Magen verdorben und Mao´s Rache hat sie heimgesucht. Nach einer Nacht Schlaf ging es ihr aber glücklicherweise schon besser.

Fotos von unserer Wohnung und viele weitere findet ihr unter der folgenden Adresse: http://cid-500f8ef4b53f32a9.profile.live.com/

31.8.09 11:59

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