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Die erste Woche in der eigenen Wohnung

Am letzten Montag (24. August) war es dann endlich soweit: Der Umzug in die neue Wohnung. Für mich ja auch eine Premiere: Meine erste eigene Wohnung! Und das beste: Ich habe zwei tolle, sehr liebe Mitbewohner.

Um sechs Uhr sind wir aufgestanden und haben als erstes noch mehr Geld von der Bank abgehoben. Dann sind wir mit dem Großraumtaxi, dass uns schon vom Flughafen zum Hostel gefahren hat, zur Wohnung gefahren. Hilda kam auch noch dazu, um zwischen dem Vermieter und uns zu vermitteln. Der Makler hat dann die Verträge ausgefüllt. Das hätte er eigentlich mal vorher machen können, dann wäre das alles mal schneller gegangen. Auch der Vermieter war etwas genervt. Nach dem Vertragsschluss sind wir los gefahren. Zuerst mussten wir zur Polizei. Da muss man sich registrieren, mit Adresse und allem. Dann haben wir unsere Stromkarte aufgeladen, die steckt man hier in einen Kasten auf dem Flur. Irgendwie hat das alles sehr lange gedauert. Gefrühstückt hatten wir auch noch nicht... Ich war fix und fertig, aber die Wohnung noch nicht... Zurück in unserem neuen Domizil, haben wir uns nur kurz frisch gemacht und sind dann zum Ikea gefahren. Da haben wir dann erstmal was gegessen. Und dann haben wir eingekauft: Wir haben Geschirr und Töpfe gekauft, Bettwäsche, Decken und Kopfkissen und so allerlei anderen Kram. Voll bepackt ging es dann wieder nach Hause. Dann haben wir noch ein paar Lebensmittel und Putzzeug eingekauft. In der Wohnung haben wir uns dann eingerichtet und geputzt. Um 1 Uhr waren wir dann auch mal fertig... Ich war so alle, dass mir schon übel war vor lauter Stress. Nach einigen Folgen "Sex and The City" und einer ordentlichen Mütze Schlaf, ging es am nächsten Morgen aber schon besser.

Am Dienstag (25. August) haben wir ausgeschlafen. Das hat gut getan. Dann sind wir wieder in die Uni und wollten uns registrieren. Aber auch diesmal klappte es nicht. Die wollten von uns eine Versicherungsbescheingung sehen, auf der steht, bis zu welchem Betrag wir versichtert sind. Das scheint hier so üblich zu sein. Die haben halt dann nicht verstanden, dass wir über unsere Auslandsversicherungen zu 100 Prozent abgesichert sind. Den Wisch von unseren Versicherungen hatten wir natürlich auch nicht dabei und es war schon zu spät, um zur Wohnung zurück zu gehen und die Sachen zu holen. Also sind wir statt dessen in einen großen Supermarkt gefahren und haben eingekauft. Für etwa 50 Euro haben wir Essen und Trinken für die ganze Woche besorgt. Danach sind wir zu Hilda in die Wohnung gefahren. Sie hatte angerufen, dass es ihr überhaupt nicht gut ginge. Sie hatte totale Magenschmerzen. Wir haben wir Essen gemacht und ihr Medizin gegeben. Da habe ich mir ja schon gedacht, dass es nicht der Magen sein kann. Ich als alter Magenspezialist weiß das emotion Wir haben dann auch noch ein paar Möbel für sie gerückt.

Am Mittwoch (26. August) haben wir uns dann direkt morgens an der Uni registriert. Diesmal klappte alles, selbst das mit der Versicherung. Danach sind Netti und ich die Gaskarte aufladen gefahren. Andy wollte Hilda besuchen und mit ihr zum Arzt gehen, denn es ging ihr immer noch schlecht. Netti und ich sind dann zum Ikea gefahren und haben uns so Matrazenschoner gekauft. Wir haben hier nämlich Foutonbetten. Es fühlt sich an, als würde man auf einem Holzbrett liegen. Eigentlich ist hart liegen ja gut für den Rücken, aber eben auch gewöhnungsbedürftig. Wenn man hier auf der Seite schläft, so wie ich ja eigentlich immer schlafe, hat man morgens den ein oder anderen blauen Fleck... Naja, man gewöhnt sich dran. Inzwischen hatte uns Hilda angerufen. Sie war im Krankenhaus, weil die Schmerzen nicht mehr weggingen. Wie schon vermutet, war es der Blinddarm. Sie musste operiert werden... Erst später haben wir erfahren, was für eine Tortur sie über sich ergehen lassen musste. Zuerst war sie bei einer Notaufnahme. Die haben Untersuchungen durchgeführt und sie nach einigen Stunden an ein Krankenhaus überwiesen, damit sie da operiert werden konnte. Im Krankenhaus haben sie ihr dann Morphium gegen die Schmerzen gegeben. Sie wurde aber immer noch nicht operiert, weil die Ärzte sich wegen der Versicherung nicht einig waren. Hier wird man also auch erst behandelt, wenn man zahlt... Schließlich ist ihr Blinddarm dann durchgebrochen und sie wurde endlich operiert. Nachher stellte sich heraus, dass sie Wasser in den Lungen hatte und die Operation sehr kompliziert war... Wie unmenschlich es ist, jemanden mit solchen Schmerzen sitzen zu lassen und sich erst über das blöde Geld zu streiten. So ein Bilnddarmdurchbruch ist sehr gefährlich und es hätte schwer nach hinten los gehen könnnen.

 Aber davon haben wir erst später erfahren. Am Donnerstag (27. August) haben wir unsere erste Sightseeing-Tour unternommen. Nach einer elendig-langen Busfahrt quer durch die Stadt, kamen wir schließlich am Sommerpalast an. So jedenfalls der Plan. Als erstes haben wir uns mal wieder verlaufen. Die "netten" Chinesen konnten uns auch nicht helfen und haben nur lachend abgewunken, als wir nach unserem Zielort gefragt haben. Da kann man dann auch schonmal auf Deutsch rumfluchen. Macht aber nichts, die verstehen ja noch nicht mal Englisch. Schließlich haben wir den Sommerpalast aber doch noch gefunden. emotion Das ist eigentlich gar kein Palast, sondern ein riesiger Garten an einem See mit über 3000 Hallen, Gängen, Brücken und so weiter. Das war China, so wie ich es mir schon immer vorgestelllt habe. Sehr traditionell. Fotos davon sehr ihr hier: http://cid-500f8ef4b53f32a9.profile.live.com/

Aber nicht nur der Summerpalace, sondern auch Andy, Netti und ich waren eine wahre Attraktion. Während die beiden vor der Toilette auf mich gewartet haben, wurden sie von Chinesen fotografiert. Aber die haben nicht vorher gefragt, sondern einfach die Kamera vor die Gesichert der beiden gehalten und abgedrückt. Auf dem Weg durch den Park ist uns das noch ein paar mal passiert. Manche tun dann so, als würden sie etwas anderes aufnehmen und drehen dann blitzschnell die Kamera um. Ein Chinese hat von seiner Frau ein paar auf die Finger bekommen, als er uns fotografierte und wir ihm klar machten, dass wir das nicht wollen. Doch das war noch nicht alles: Als wir eine Pause gemacht haben, bleibt plötzlich ein Junge vor uns stehen und guckt uns einfach ein. Dabei hat er sein Eis gegessen... Wir haben ihn dann gefragt, ob wir ihm helfen könnten und dann ist er schnell weiter gegangen. Das beste waren dann drei Chinesen, die uns angeguckt haben und sich immer wieder nach uns umdrehten. Der Eine hat auch ein Eis gegessen. Nett wie er halt so ist, hat Andy ihm zugewunken, woraufhin der Chinese sein Eis fallen gelassen hat. Das war so witzig, dass wir laut lachen mussten... emotion Die Schlitzis sind schnell weiter gegangen! Der restliche Tag im Sommerpalast war dann noch sehr schön. Abends haben wir lecker gekocht und danach Twilight geguckt. Ach, war das schön... Wie immer... emotion

Am Freitag (28. August) kam nochmal der Vermieter vorbei, denn wir haben hier ein Problem mit der einen  Dusche. Da kann man nur kochend heiß duschen. Naja, im Winter vielleicht.... Danach sind wir an die Uni zu unserem Koordinator, der uns ein bisschen was erklärt hat. Anschließend sind wir zu Hilda ins Krankenhaus gefahren. Unten am Eingang wurde unsere Temperatur gemessen. Das Krankenhaus, das Beijing Family Hospital, war sehr sauber und sah eher wie ein Hotel aus. Hilda hat ein Einzelzimmer und auf der Station liegen nicht viele Patienten. Die Ärzte und Schwestern sprechen alle Englisch. Es scheint ein Privatkrankenhaus zu sein. Jetzt habe ich auch nicht mehr so viel Angst, falls ich mal krank werde. Aber davon gehe ich jetzt mal nicht aus... Hilda hat uns dann ihre Geschichte erzählt. Sie überlegt jetzt, ob sie das Krankenhaus nicht verklagen soll. Denn wäre sie direkt behandelt worden, dann wäre der Blinddarm wahrscheinlich nicht durchgebrochen. Naja, mal sehen, wie sich das so entwickelt. Sie hatte immer noch Atemprobleme und musste in der Nacht sogar mit Sauerstoffmaske schlafen. Die Arme!

Am Samstag (29. August) haben wir lange geschlafen und sind nochmal ins Krankenhaus gefahren. Diesmal ist auch Ning mitgekommen. Hilda ging es auch schon besser als am Vortag. Wir sind mit ihr ein bisschen die Flure auf und ab gegangen. Nach zwei Stunden sind wir dann wieder nach Hause gefahren. Krankenhäuser sind ja nicht wirklich meine Lieblingsorte und irgendwie haben wir uns alle blöd gefühlt danach. Abends wurden wir dafür aber entschädigt. Wir sind mit Ning in die "Partyworld" gegangen. Das Ding sieht aus wie ein Hotel, ist aber ein Karaokeschuppen. Und zwar richtig stylisches Karaoke. Und zwar hat jede Gruppe ihren eigenen Raum mit einem Fernseher. Dort kann man Lieder singen, sogar Englische. Und das auch richtig, nicht so billig wie Singstar. Zwischendurch haben wir am Buffet gegessen. Uns hat das wirklich Spaß gemacht. Nur die beiden Chinesen haben das wirklich sehr ernst genommen und die ganze Zeit getragene Musik gesungen... Naja, die müssen sich mal was locker machen... Der Abend war trotzdem sehr schön.

Den Sonntag (30. August) haben wir dann in einer Shoppingmall verbracht. Da gibt es fast die gleichen Shops, wie bei uns auch. Und auch die Preise sind ähnlich. Ich habe mir meine Chucks gekauft. Die waren günstiger als bei uns. Und die sind toll! Ich stellt bald ein Foto online. Netti hat leider keine Schuhe gefunden. Ihre Füße sind zu klein emotion haha, findet keine Schuhe im Land der Zwerge... Andy wiederum hat voll zugeschlagen und neue Laufschuhe und Chucks gekauft. Am Abend waren wir dann völlig fertig und haben uns was zu Essen gemacht und Sex and the City geguckt. Gegen elf haben wir dann alle mit zu Hause telefoniert. Es ist immer schön, mit euch zu sprechen und von euch zu hören.

Das war es jetzt auch soweit zu unserer ersten Woche in der Wohnung. Alles weitere dann später. Drück euch, Nessa emotion

31.8.09 13:16

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Gaby Trevino (12.9.09 18:10)
Hallo Vanessa,

die Reisebeschreibung ist ja sehr interessant und ich freue mich, dass es Dir gut geht!
Habe eben Deinem Papa zum Geburtstag gratuliert und er gab mir dann Deine "address". What are chucks???
Hast Du auch Bilder auf dem net?
Werde versuchen skype zu bekommen!! Pe meinte, dass sie morgen alle mit Dir sprechen werden!!

Liebe Gruesse aus USA und viel Glueck Deine Gaby

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