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Erste Woche an der Uni

Am 7. September ging es dann auch mit der Uni los. Die Kurse hatten wir ja schon in der Woche vorher gewählt. Meinen Plan konnte ich dann gleich wieder über den Haufen werfen, als sich dann heraus stellte, dass der Chinesischkurs parallel zu einem Financekurs lag. Von dem Financekurs konnte ich mich aber schnell und schmerzlos wieder von trennen Den Chinesischkurs hatten wir dann für den Tag leider schon verpasst... Abends hatte ich noch einen Kurs, der mir nach einigem Rumdiskutieren jetzt doch in Köln als Hauptfach angerechnet wird. Der erste Tag verlief so ganz gut. Ich habe bis auf einen Kurs alle an der School of Business. Einen Kurs habe ich an der School of International Trade and Economics. Unterricht haben wir immer in zwei Räumen. Die sind recht klein. Ich schätze mal, da passen so 60 bis 70 Leute rein. Man sitzt auf blauen Sesseln, die so aussehen, wie Kinostühle. In jedem Raum gibt es zwei Klimaanlagen. Also sitzt man irgendwie immer in der Zugluft. Deshalb habe ich gleich nach dem ersten Tag beschlossen, immer einen Pulli mit zu den Kursen zu nehmen.

Der nächste Unitag verlief auch ganz ruhig. Wir sind hier in einem Masterprogramm und haben meistens mit den gleichen Leuten Uni. Die sind alle wirklich sehr nett und aus allen möglichen Ländern. In diesem Jahr sind auch das erste Mal neun Chinesen mit im Programm. Ansonsten scheint dieses Jahr das Jahr der Deutschen zu sein. Es sind viele Deutsche dabei. Außerdem Studenten aus Frankreich, Thailand, Indonesien, Südkorea, Amerika, Usbekistan, Iran und Vietnam. Also eine sehr bunte Mischung. Nach der Uni haben wir uns mit ein paar Leuten getroffen und sind zusammen zum Fitnesstudio hier um die Ecke gegangen. Da wollten wir uns anmelden. Allerdings mussten wir ziemlich lange mit den Betreibern rumdiskutieren. Wir zahlen jetzt etwa 70 Euro für drei Monate. Das ist zwar teuer für China, aber im Gegensatz zu den Preisen zu Hause doch günstig. 

Am nächsten Tag war eigentlich nichts besonders. Allerdings haben Netti und ich dann zu Hause erfahren, dass wir durch Außenwirtschaft durchgefallen sind. Und das, obwohl zumindest Netti ein gutes Gefühl nach der Klausur hatte... Tja, wir wissens auch nicht. Am Donnerstag sind wir nach der Uni in eine Mall gefahren. Aber das war keine normale Mall, sondern eine mit nachgemachten Sachen. Und da gab es wirklich alles. Im Keller gab es Taschen, Schuhe und Gürtel und so was. Und zwar von allen Firmen. Ich habe mir eine schöne rosa Tasche von "Dolce and Gabbana" gekauft. Auf drei Etagen gab es alles an Klamotten von allen Firmen. Und ganz oben gab es eine Abteilung mit nachgemachter Elektronik und Schmuck. Man wird auf diesem Markt die ganze Zeit angesprochen und belabert. Der Trick ist es, wie überall hier, die Sachen runter zu handeln. Wenn die Verkäufer den Preis, den man zahlen möchte, nicht annehmen, dann geht man einfach weg. In den meisten Fällen brüllen sie einem dann hinterher und bieten einem die Ware zu genau den Preis an, den man haben wollte. Nach dem Einkaufen waren wir bei McDonalds und danach sind Netti und Andy zum Friseur gegangen. Für einen kompletten Haarschnitt hat Andy 5 Euro bezahlt und Netti für Ponyschneiden, Föhnen und Legen nur 4 Euro. Ich habe mit unterdessen die Nägel für 2 Euro inklusive Lack machen lassen. Das war schön

Freitags haben Netti und ich keine Uni. Deswegen haben wir zu Hause auf Andy gewartet und sind dann mit ihm und Nadine, sie studiert an der FH in Köln, zu Verbotenen Stadt gefahren. In der Stadt waren wir zuerst noch was essen, mal wieder bei McDreck. Leider waren wir wieder einmal zu spät an der Verbotenen Stadt. Wir hätten zwar noch rein gehen können, aber dann hätten wir innen drin zu wenig Zeit gehabt. Das wäre Verschwendung gewesen, denn für dieses große Areal braucht man mindestens vier Stunden und dann hat man die Basics gesehen... Also sind wir in einen Park direkt an der Verbotenen Stadt gegangen. Dort sind wir rumgelaufen und haben uns in einen Pavillion gesetzt. Dort haben wir zwei Iren getroffen und mit ihnen lange gequatscht. Am Abend hat Andy sich mit einem Kumpel in der Stadt getroffen. Netti und ich sind mit Nadine zum Sushiladen an der Uni gegangen. Das war mein erstes Sushi überhaupt und es hat mir sehr gut gescmeckt! Die hatten auch sehr leckeres vegetarisches Sushi. Dazu haben wir Pflaumenwein getrunken. Der ist uns ganz schön in die Birne gewandert Das Restaurant hat dann zu gemacht und wir sind noch zu Nadine aufs Zimmer im Studentenwohnheim. Nachher sind Netti und ich nach Hause gegangen, wobei Netti mehr gehinkt ist, denn sie hatte sich in ihren neuen Schuhen aus der Mall gleich mal Blasen gelaufen...

Am Samstag haben wir in den Büchern für die Uni gelesen. Am frühen Nachmittag habe ich dann zu Hause angerufen, um meinem Papi zu gratulieren Danach sind wir zum Fitnesstudio gegangen und haben uns endlich angemeldet. Danach waren wir noch einkaufen und bei der Post. Andy und Netti erwarteten beide ein Paket von zu Hause und wir hatten tatsächlich eine Benachrichtigung von der Post an der Tür. Das Abholen des Pakets stellte sich dann aber als kompliziert heraus, so wie eigentlich alles hier... Die Poststelle hatte das Päckchen nicht, die Dame am Schalter konnte uns aber mit ihrem gebrochenen Englisch auch nicht sagen, was wir nun zu tun hätten. Schließlich hat sie irgendwo angerufen und uns angewiesen einen Moment zu warten. Dann kam auch tatsächlich ein Fritze auf einem Fahrrad und hat uns das Paket gegeben. Es wat für Andy. Netti musste also noch ein bisschen warten auf ihr Paket. Zumindest wissen wir jetzt aber, dass unsere Adresse stimmt. Danach waren wir noch im Ito Yakado einkaufen. Abends sind wir zu den Mädels im Wohnheim zum Vorglühen gegangen. Danach sind wir ins Vics gefahren. Leider waren wir dann nicht mehr so viele, wie am Anfang, weil einige in eine Bar gehen wollten. Das Vics ist hier einer der größten Läden. Die Location ist echt cool, mit zwei Floors, mehreren Lounges und einer Bar in der Mitte des Raumes. Allerdings waren die Getränke dort recht teuer. Und es war fürchterlich laut. Außerdem haben die DJs hier die Angewohnheit 1000 Lieder ineinander zu mischen und es darf bloß keins ausgespielt werden. Das kann unter Umständen recht stressig für den Zuhörer sein. Schön war der Abend aber trotzdem. Allerdings habe ich zum Schluss für den Andy eine Cola bestellt und aufgurnd von Kommunikationsschwierigkeiten Cola mit Umdrehung bekommen. Und das hat Andy irgendwie nicht vertragen. Jedenfalls wars im danach nicht so gut. Das könnte aber daran liegen, dass die Chinesen anderen Alkohol benutzen als wir zu Hause.

Aber am nächsten Morgen ging es ihm zum Glück wieder besser. Wir haben geputzt und sind um 18.00h ins Fitnesstudio zum Body Balance gegangen. Das ist eine Mischung aus TaiChi, Yoga und Pilates. Andy hat es aber nicht lange ausgehalten und ist dann lieber aufs Laufband gegangen. Netti und mir hat es aber gut gefallen, auch wenn wir die Anweisungen der Trainerin nicht verstehen konnten Abends haben wir dann Pizza beim Kro´s Nest bestellt. Die waren super lecker und rieeeeeeeeeeeeeeeesen groß. Hilda war auch zum Abendessen da. Nach dem Essen habe ich eine Geburtstagstelefonkonferenz mit der Family gemacht. Das war wirklich schön. Ich hatte irgendwie den ganzen Sonntag schon ein bisschen Heimweh und das wurde dann besser nach dem Telefonat.

Ja, meine Lieben, das war es soweit von der ersten Uniwoche. Ich hoffe, ihr hattet Spaß beim Lesen.

Fotos gibt es dann bald auch auf der altbekannten Seite (   http://cid-500f8ef4b53f32a9.profile.live.com/ )

22.9.09 13:21

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


lukrezia / Website (22.9.09 13:46)
für europäische verhältnisse ist das günstig. aber kann es sein dass euch der betreiber über den tisch gezogen hat? was bezahahlt denn ein chinese für drei monate? bestimmt keine umgerechnet 70 € oder?

lg

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